Trip in den Sueden

hallo zusammen!

zugegebenermassen war ich die letzten wochen ein wenig schreibfaul, ich versuchs jez wieder wettzumachen. bin seit ca 2 wochen aus dem sueden zurueck, seit dem ist zwar auch einiges passiert(bei uns wurde eingebrochen,ich hab mit meiner neuen arbeit angefangen...) aber zuerst mal zu meiner letzten grossen reise hier.

um dasganze ein bisschen uebersichtlicher zu machen ordne ich die 14 tage mal geographisch, wer will darf die route auf ner karte mitverfolgen

nha trang:

unsere sowieso sehr begrenzte zeit in nha trang nutzten wir fuer einen bootstrip. das schnorcheln war eher mittelmaessig aber wenn man sich mal entschliesst die touristenunterhaltungsmasche als unterhaltsam und kulturell aufschlussreich und nicht als nervig und peinlich einzustufen laesst sich so n ausflug doch recht vergnueglich gestalten.

 da lat:

hier hab ich mal gemerkt wie sehr ich mich schon andas klima gewoehnt hab...die geschaetzten 15 grad kamen mir unglaublich kalt vor, ich hab gefroren da wir uns von dem regen nich abschrecken liessen hatten jonas und ich einen zwar anfangs leicht planlosen(die karte loeste sich wegen dem regen sehr schnell in ihre bestandteile auf) aber im endeffekt wunderschoene motorbikefahrt durch die waelder um dalat. trotz dem eklatanten mangel an strassenschildern schafften wir es einen see und 2 wasserfaelle zu sehen...einer davon war das beste beispiel fuer vietnamesischen kitsch, das ich bisher gesehen hab. weil ein wasserfall an sich zu langweilig ist halten die vietnamesen es anscheinend fuer notwendig tierskulpturen, ponys zum im kreis reiten und andere skurilitaeten anzubringen.

mui ne:

einer der hoehepunkte der reise waren definitiv die sandduenen von mui ne. es war verrueckt wie wir innerhalb von wenigen stunden autofahrt aus dem waldigen hochland in eine wunderschoene wuestenlandschaft kamen. die roten, gelben und weissen sandduenen waren wirklich beeindruckend.das am ende einer der duenenwanderungen ein klischeemaessiger wasserfall auf uns wartet war dann die kroenung. ansonsten nutzen wir dieses leicht verlassene strandnest dazu n bissel auszuspannen bevors dann ins gaenzlich unentspannte....

 

saigon:

..ging. als die anfaengliche faszination die zugegebenermassen schon von dieser riesenstadt ausgeht verblichen war, hatte ich mein urteil was ich bevorzuge hanoi oder saigon ziemlich schnell gefaellt. die promenaden saigons sind echt schoen aber lassen fuer mich den suedostasiatischen charme fast gaenzlich vermissen.der besuch des kriegsmuseums war tatsaechlich ziemlich schockierend und der wiedervereinigungspalast mit seinem 60,70 flair ist auch sehenswert.

unseren 2 taegigen ausflug ins mekongdelta hat unn, meine mitbewohnerin aus hanoi eindeutig aufgewertet. auch hier wars mir wieder n bissel zu touristisch aber unser "homestay" in nem haus mitten im delta hat das ganze absolut gerettet.eine wieder vollkommen neuartige landschaft, dieses mal, canaele ueber canaele ueber flusslaeufe und zahlreiche obstgaerten ueberall.

die ausflugsziele waren immer sehr am essen orientiert, so lernten wir kokusnusssuessigkeiten, den lokalen honig, obst, diverse schnaepse usw kennen.

der ausflug zu den cu chi tunneln und dem cao dai tempel war ein wenig entauschend, auch wenn der propagandafilm der viet. armee es eigentlich schon wert war...mein weltbild hat sich jez vollkommen geaendert, scheiss amis!

nach dem echt schweren abschied von jonas hatte ich ja noch 2 tage allein in saigon vor mir. weils echt unmoeglich ist fuer laenger als ne viertelstunde allein zu bleiben, habe ich beide abende in angenehmer wenn auch wildfremder begleitung verbracht. nach meiner ersten nacht in nem 3 dollar dorm hat ich genug abenteuer und hab mir dann doch n eigenes zimmer gesucht mein erster ausflug sollte(nieder mit den reiseagenturen!) vollkommen selbststaendig zu nem mangrovenwald mit freilaufenden affen und anderen tiergehegen fuehren.

 hatte noch nie so krass das gefuehl so vollkommen hlflos zu sein wie auf dieser busfahrt. ich verstehe die leute im sueden kaum und umgekehrt, ihr vietnamesich ist sooo anders. nach einigen schwierigkeiten kam ich aber letzendlich im park an...nach einem hinterhaeltigen affenangriff(von oben auf meinen rucksack gesprungen) war ich geneigt zu galuben dass es keine gute idee sei, alleine in den park zu gehen. jeglichen schamsgefuehls beraubt hab ich also wahlos leute gefragt ob sie mit mir in den park reinlaufen wollten. hatte schliesslich das glueck an 3 abgedrehte koreanerinnen zu geraten, deren englisch zwar nich optimal war die mich aber sogar nach dem besuch des parks noch an ein vietnamesisches strandbad(heisst in klamotten baden gehen, vollkommen im schatten rumsitzen...) mitgenommen haben und dann auch noch nach saigon zureuckgefahren haben.

mein letzter tag im sueden hat mich mit saigon ein wenig versoehnt. habe mir das chinesische viertel mit seinen allesamt beieindruckenden pagoden und tempeln angeguckt.die freundlichen leute, der lebhafte markt und das wahrhaft asiatische flair hat mich extrem begeistert,einer der hoehepunkte der reise.

kurz nach meiner ankunft in hanoi ist ja meine familie angekommen, durch die ich die moeglichkeit hatte ein anderes, teureres hanoi kennenzulernen ausserdem waren wir in halong bay, wo ich zum ersten mal auf ner dschungelwanderung richtige tiere(nicht nur spinnen und schmetterlinge) u.a. ne grosse giftschlange gesehen hab. die bay an sich war schoener als erwartet. der 2 tag mit der dschungelwanderung, insel strandbesuch,ner kajakfahrt durch die felsenlandschaft und der uebernachtung auf dem boot inklusive sternenhimmel mit sternschnuppen war einer der besten tage ueberhaupt hier.

im moment war der plan eigentlich eine ruhige zeit in hanoi zu verbringen, was sich aber als unmeoglich herausstellt. abgesehen davon, dass meine arbeit grad sehr zeitintensiv ist gibt es immernoch schoene unbekannte ecken in hanoi und die menschen ueberraschen einen auch immer wieder, im positiven wie im negativen sinne.

in diesem sinne, hoffe bei euch is alles gut,

liebe gruesse,

Lotte

26.7.08 06:27

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